Antisemitismus in der AfD
„Das schmale Buch liefert eine pointierte und eindringliche Analyse des Antisemitismus innerhalb der AfD und zeigt, wie tief dieser in den ideologischen Grundlagen der Partei verankert ist. Es zeigt präzise, wie diese antimoderne Grundhaltung in Verbindung mit Globalisierungsängsten und verschwörungsideologischen Vorstellungen den Nährboden für antisemitische Ressentiments bildet. Damit bietet es einen wichtigen Beitrag zur politischen Analyse der Partei und liefert zugleich ein aufschlussreiches Werkzeug zum Verständnis ihrer rhetorischen Strategien und ihres gesellschaftlichen Einflusses.“
Zina Rupp
Verlage gegen Rechts“
Antisemitismus in der AfD ist allgegenwärtig. Immer wieder attackiert die Partei unter Rückgriff auf antisemitische Stereotype prominente Vertreterinnen jüdischen Lebens, teilen führende AfD-Funktionär\innen antisemitische Verschwörungserzählungen oder relativieren die Verbrechen des Nationalsozialismus. Trotz der zahlreichen einschlägigen Skandale in ihrer noch jungen Parteiengeschichte wird dem Antisemitismus in der Analyse der AfD jedoch kaum Beachtung geschenkt.
In seinem Buch widmet sich Stefan Dietl dieser Leerstelle und beschreibt den Antisemitismus als wesentliches Ideologieelement und Welterklärungsmodell der AfD. Dabei nimmt er die verschiedenen Erscheinungsformen des Judenhasses in der Partei ebenso unter die Lupe wie die Versuche der AfD, sich als Bollwerk gegen Antisemitismus und Fürsprecherin Israels zu inszenieren. Zudem wirft er einen kritischen Blick auf die angebliche Tabuisierung des Judenhasses in der deutschen Gesellschaft und auf die Renaissance des Antisemitismus im öffentlichen Raum.
Antisemitismus und die AfD
Stefan Dietl
Verbrecher Verlag
136 Seiten, 16 €
ISBN: 9783957326164