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Wie widerspenstig muss Journalismus sein?

Informations- und Kulturzentrum der Roma und Sinti in Sachsen
Karl-Liebknecht-Straße 54
Leipzig

Es gibt eine gute Kraft der Renitenz! Und wir brauchen sie gerade jetzt, wo negative Nachrichten und Resignation alles zu dominieren scheinen. Das sagen die Journalisten Matthias Meisner und Paul Starzmann in ihrem neuen Buch Mut zum Unmut / Eine Anleitung zur politischen Widerspenstigkeit.

Aber was heißt renitent sein konkret und praktisch? Wie sieht politische Widerspenstigkeit gegen die extreme Rechte, deren Normalisierung und autoritäre Politik aus? Auf der Veranstaltung geht es darum, wie Journalist/innen, Autor/innen und Mitarbeiter/*innen von Verlagen renitent sein können, was es dafür braucht und was das kann. Wir sprechen über das vermeintliche Neutralitätsgebot, kritische Berichterstattung und politische Haltung und Allianzen.

Zu Gast sind Lena Luczak (Verlage gegen Rechts), Paul Starzmann (freier Journalist in Berlin, Co-Autor von Mut zum Unmut), Tobias Prüwer (freier Journalist in Leipzig). Das Gespräch führt Matthias Meisner (freier Journalist in Berlin und Tirana, Co-Autor von Mut zum Unmut).

Über das Buch: Mut zum Unmut plädiert dafür, aktiv zu werden, die Gleichgültigkeit abzulegen, »Nein!« zu sagen, anzuecken – im Job, auf der Straße und in der Politik. Die Autoren finden dafür viele prominente Beispiele von Menschen, die unbequem sind, aufbegehren und ihre Finger absichtlich in Wunden legen wie Petra Kelly, Kevin Kühnert, Werner Schulz, Marco Wanderwitz, Kristina Hänel, Anne Wizorek, Marie von Kuck, Heidi Reichinnek u. v. a.

Gastgeberin ist Weiterdenken – die Heinrich-Böll-Stiftung in Sachsen.