
Gewalt im Haus
„Barbara Peveling nimmt in ihrem Essay Betroffene, wie auch Täter in den Blick, dabei wird an vielen Stellen klar, dass die Autorin eine Sehnsucht, einen starken Wunsch im Inneren trägt – Es soll keine Gewalt mehr herrschen. Innerhalb des Buches wirft die Autorin Fragen auf und entschlüsselt die Strukturen und Mechanismen, die die intimen Formen der Dominanz greifbar machen, wie beispielsweise dem Unterliegen gesellschaftlicher Geschlechterrollen.“
Nica
Buchbloggerin @literaturentochter
Alle drei Tage wird in Deutschland eine Frau von ihrem (Ex-)Partner getötet – doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Barbara Peveling schreibt auch über all die Formen häuslicher Gewalt, die darunter liegen, die eng verbunden sind mit traditionellen Geschlechterrollen, ökonomischer Ungleichheit und dem Haus als intimer Arena der Dominanz. Dabei spricht sie als Betroffene: Sie hat als Kind zwischen ihren Eltern und als Erwachsene in ihren Beziehungen Gewalt erlebt. Sie zeigt auf, dass die Strukturen der Dominanz allen schaden, auch Männern wie ihrem Vater, der als Täter die Gewalt letztlich gegen sich selbst richtete. Ein aufrüttelnder Essay über die Zyklen der Gewalt, über Schweigen und Scham, Gegenwehr und Hoffnung.
Gewalt im Haus
Intime Formen der Dominanz
Barbara Peveling
Edition Nautilus 2024
320 Seiten, 22€
ISBN 978-3-96054-376-3