Zum Inhalt springen

„VOM VERBLEIBEN - Mit Witz und Aberwitz schreibt Ariel Magnus grandios gegen das Bild vom „Geflohenen“ an und erschafft auf dem Flugfeld inmitten von Berlin eine Utopie des Zusammenlebens.“

Sebastian Orlac
Literaturtage Rügen

Mit Sprachwitz und teils irrer Handlung erkundet Die Verbliebenen vom Tempelfeld die vielschichtige Geschichte des ehemaligen „Hitler-Flughafens“ und bringt dabei auch viele kulturelle Bezüge des Ortes ins Spiel. Währenddessen debattieren seine politisch ziemlich unkorrekten Protagonisten mit Ironie und Scharfsinn über Migration, Stadtplanung und andere brisante gesellschaftliche Themen. Die Hauptfigur ist Jamil, ein syrischer Jugendlicher, den man irgendwie dort vergessen hat, in den „Tempohomes“, den temporären Containerbehausungen für Flüchtlinge. Er freundet sich mit weiteren Gestrandeten an: dem Argentinier Santiago, mit dem Gärtner Herrn Schwarz, dem israelischen Bretzelbäcker Yehonatan und der Freiheitskämpferin Elenya. Die Zeit vergeht langsam, wenn man nicht arbeiten darf, nicht richtig ankommen darf … Ein Roman über eine reale urbane Utopie und das spezielle Berlin-Gefühl, das aus Freiheit, Lebensfreude, Überraschungen und ungewöhnlichen Projekten und Freundschaften besteht.

Die Verbliebenen vom Tempelfeld
Ariel Magnus
mikrotext 2025
248 Seiten, 25€
ISBN 978-3-948631-62-8